Schliefenanlage Vossheide

14.09.2019

Am 31.8.2019 hat die Bürgerinitiative “Schliefanlage schließen” und unser Lagenser Tierschutzverein “Unsere Hände für viele Pfoten e.V.” eine Demonstration in Voßheide, mit Zug zur Schliefenanlage und dortiger Kundgebung, veranstaltet.

Mit kräftiger Unterstützung von großen Teilen der Voßheider Bürger haben wir - mal wieder! - auf das Leiden der Füchse in der dienstältesten Schliefenanlage aufmerksam gemacht.

Wir geben keinesfalls auf und danken allen Unterstützer/innen und der Presse!

Die Presse:

02.09.2019
Lippische Landeszeitung

Gegner der Schliefenanlage machen mobil

Demonstration: 120 Tierschützer protestieren in Voßheide gegen das Areal. Die Organisatoren versuchen seit mehr als zwei Jahren, die Füchse aus der Anlage zu befreien. Nun drohen sie mit einer Anzeige wegen Tierquälerei


Lemgo-Voßheide (ne). Dass es ihnen wirklich ernst ist, haben viele Bürger am Samstag mit einer großen Demonstration gezeigt. Ihr Ziel: eine Schließung der Schliefenanlage im Lemgoer Ortsteil Voßheide. Auch Tierschutzorganisationen und eine Bürgerinitiative meinen: Hier soll kein Tier leiden müssen.

Die Organisatoren staunten nicht schlecht, als sich auf dem Dorfplatz 120 Demonstranten einfanden. Angekündigt hatten sich etwa 60. Alle haben ein gemeinsames Ziel: Die Schliefenanlage auf dem Vereinsgelände des Teckel-Klubs soll endlich geschlossen werden, und die zwei Füchse an einen guten Platz in einem Wildpark gebracht werden.
Zwei zweijährige Fuchsda-men, Fähen genannt, lebten auf dem Vereinsgelände, ein Stück abseits der Straße in einer Zwingeranlage, die gerade den Mindestanforderungen entspreche und würden zu Ausbildungszwecken der Dackel missbraucht, erklärte Tierschützerin Michaela Latzel.
Ihr Verein „Unsere Hände für viele Pfoten“, mit Marianne Rautenberg als Vorsitzender, war es auch, der kurz nach Bekanntwerden der Existenz der Anlage Anzeige beim Kreisveterinäramt stellte. „Im Jahr 2016 wurde uns erstmals bewusst, dass der Teckel-Klub eine neunjährige Fähe auf seinem Vereinsgelände in der unmittelbaren Nachbarschaft hält.

„Die Chancen, dass diese Anlage aus tierschutzrechtlichen Gründen geschlossen werden muss, standen 2016 noch deutlich besser als heute“, sagte Latzel. „Mittlerweile haben sich die Gesetze geändert und das Tierschutzgesetz, das solche Hetzjagden verbietet und das Jagdgesetz, das die Jagden nun wieder erlaubt, können nebeneinander bestehen, fügte sie hinzu.
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, zogen viele Menschen auf die Straßen. Mit dabei auch sehr viele Anwohner, die vor drei Jahren schockiert feststellen mussten, dass ihr Heimatort eine solche Anlage beherbergt. Lautstark lehnten sie es ab, dass die sensiblen Tiere für Trainingszwecke ausgenutzt würden. Füchse gehörten in die freie Natur und nicht in eine Zwingeranlage. Eine beim Landrat eingereichte Petition mit 18.000 Unterschriften (die LZ berichtete) sorgte auch für einigen Redebedarf.

„Je nach Ausgang der Gespräche werde im nächsten Schritt eine Anzeige gegen den Betreiber wegen Tierquälerei gestellt“, kündigte Michaela Latzel an.


Demonstrationszug: Viele Bürger fordern lautstark und auf Transparenten die Schließung der Schliefenanlage.    
FOTO: NICOLE ELLERBRAKE

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05.09.2019

Wochenblatt für Landwirtschaft & Landleben

Demonstration gegen Schliefenanlage in Lemgo-Voßheide

Veröffentlicht am 05.09.2019 von Britta Petercord

Tierschützer haben im Rahmen das sofortige Schließen der Schliefenanlage in Lemgo-Voßheide gefordert. Nach Ansicht der Demonstranten handelt es sich um Tierquälerei.

Mit Transparenten und Plakaten zogen die Demonstranten am Samstag vom Dorfplatz in Lemgo-Voßheide zur 1,5 km entfernten Schliefenanlage. Bild: Petercord

In Schliefenanlagen lässt sich die jagdliche Brauchbarkeit von Hunden (Teckel, Terrier) für die sogenannte Baujagd ermitteln, indem dort baulich und mittels lebender Füchse die Verhältnisse in einem Fuchsbau simuliert werden. Ein direkter Kontakt zwischen Hund und Fuchs besteht jedoch nicht.

Seit gut zwei Jahren richtet sich der Protest von Tierschützern gegen genau so eine Anlage in Lemgo-Voßheide, Kreis Lippe. So auch am Samstag vergangener Woche, wo rund 120 Tierschützer im Rahmen einer Demonstration und Kundgebung das sofortige Schließen der dortigen Schliefenanlage, in der zwei Füchse gehalten werden, forderten.

"Haltung weder optimal noch artgerecht"

Initiatoren der Demonstration waren die im ­November 2018 gegründete Bürgerinitiative „Schliefanlagen schließen“ und der Lagenser Tierschutzverein „Unsere Hände für viele Pfoten“. Nach Ansicht der Demonstranten handelt es sich um Tierquälerei. „Die Haltung der zwei Füchse ist weder optimal noch annähernd artgerecht“, so Michaela Latzel, Sprecherin für Öffentlichkeit im Lagenser Verein. Bei der Kundgebung vor der Schliefenanlage forderten die Tierschützer den Kreis Lippe erneut auf, die Schliefenanlage in Voßheide sofort zu schließen. Bereits Ende 2018 hatten Tierschützer mehr als 18. 000 Unterschriften gegen die Schliefenanlage gesammelt und Lippes Landrat überreicht. Sollte der Kreis dazu nicht in der Lage sein, werde der Tierschutzverein zusammen mit einer namhaften Tierschutzorganisation den Betreiberverein der Schliefenanlage in Voßheide anzeigen. „Wir geben nicht eher Ruhe, bis die Anlage geschlossen ist“, so der Tenor.

Weitere Forderungen

Die Vorstellungen der Tierschützer gehen aber noch deutlich weiter. So fordern sie das sofortige Schließen aller in Deutschland betriebenen Schliefenanlagen. Zudem sei das Jagdgesetz durch ein Hege- und Pflegegesetz zu ersetzen. Eine weitere Forderung an die Bundesregierung lautete, das Tierschutzgesetz zu verbessern und dem Jagdgesetz überzuordnen. Letztendlich geht es um die Abschaffung der Jagd insgesamt. „Kein Mensch muss die Natur regulieren. Dies zeigten einige Gebiete in Europa, die unbejagt seien“, so Rudi Pohlenz aus Vlotho, Erster Vorsitzender des Vereins „Natur ohne Jagd“.


 

30.06.2019

In Zusammenarbeit mit der im vergangenen Jahr gegründeten Bürgerinitiative ist es gelungen, das Leiden der Füchse in der Schliefenanlage in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stellen.

An zahlreichen Informationsständen und als Reaktion auf unsere Annoncen wird klar, dass ein derartiger Missbrauch des sensiblen Wildtieres von der Bevölkerung strikt abgelehnt wird.

Es finden sich zahlreiche Mitbürger, die unsere Unterschriftenlisten anfordern, Flugblätter verteilen und unsere Bemühungen zur Schließung der Schliefenanlage in irgendeiner Form unterstützen möchten.

Aktuell wurde von der Bürgerinitiative ein Anhänger mit "Fuchs im Käfig" als Anschauungsmaterial angefertigt und an verschiedenen Stellen im Bereich Vossheide aufgestellt.

Die Aktion hat großes Aufsehen erregt, als Reaktion melden sich Anwohner, die unsere Arbeit unterstützen möchten.

In der vergangenen Woche wurde das Ausstellungsstück beschädigt und der Holzfuchs daraus entwendet. Der bösartige Übergriff auf die Aufklärungskampagne wurde zur Anzeige gebracht.

Der Schaden konnte aber mittlerweile wieder behoben werden und der Anhänger samt Holzfuchs im Käfig steht als mahnendes Zeichen wieder zur Verfügung.

Als nächster Schritt ist gemeinsam mit der Bürgerinitiative eine Mahnwache mit Segnung der Füchse an der Schliefenanlage Vossheide geplant.

Ein Pastor, der diese Segnung vornimmt, wird noch gesucht.

Schliefenanlage Vossheide 

H I L F E :
Unser Verein benötigt dringend Pflegestellen!

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Fuchsjagd / Schliefenanlage

Aktueller Sachstand "Schliefenanlage Vossheide"...

Unser Verein hat sich dem bundesweiten Aktionsbündnis gegen die Fuchsjagd angeschlossen:

 
Pflegestellen

Immer wieder werden wir genau wie befreundete Tierschutzvereine und die Tierheime sehr plötzlich vor vollendete Tatsachen gestellt, wenn das ältere Herrchen oder Frauchen dann ins Pflegeheim müssen oder sterben. Nur in den allerseltensten Fällen kümmern sich die Erben auch um die zurückgebliebenen Haustiere.

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