Fuchsjagd


Gehetztes Wildtier

Klugheit nutzt wenig gegen Brutalität

Von Marianne Rautenberg

In der Welt der Fabel gilt der Fuchs als Schlaumeier. Mit Klugheit und List setzt er sich durch. In Wirklichkeit ist er tatsächlich ein edles, kluges und vorallen Dingen sensibles Wildtier, das deshalb leiden muss: So werden Füchse in lebenslanger Gefangenschaft gehalten wird, damit Jagdhunde die Baujagd an ihnen erlernen. ,,Schliefenanlage" heißt das böse Spiel. Tierfreunde versuchen gegen das ,,Guantanamo für Füchse" vorzugehen, haben bislang aber wenig Erfolg. Zahlreiche Tierschutzorganisationen, zuletzt der Bund für Tier- und Naturschutz OWL, haben mit allen Mitteln versucht, die Schließung einer derartigen Anlage zu bewirken. Trotz professioneller Vorgehensweise wie Einschalten der Veterinärbehörden und des Landrats, Strafanzeigen, Öffentlichkeitsarbeit (Lokalzeitung und WDR) scheiterten alle Bemühungen an der Jagdlobby.

Nun entdeckten Spaziergänger zufällig eine derartige Anlage bei uns im Lippischen, nämlich in Lemgo-Voßheide, Lüttertrift. Bis dahin war kaum jemanden bekannt, dass es so etwas überhaupt gibt und dass so etwas ungestraft möglich ist.

Die gefangenen Füchse leben in Verhältnissen, die nun wirklich nicht artgerecht sind, und sie werden in regelmäßigen Zeitabständen von Jagdhunden gehetzt. In letzter Sekunde retten sich die Füchse dann hinter ein Gitter, dass seit der Reform des Jagdgesetzes blickdicht sein muss.

Nach Recherchen von Tierschutzorganisationen gibt es bundesweit zirka 100 solcher Anlagen. Bisher ist es trotz intensiver Bemühungen von seiten des Tierschutzes noch kein einziges Mal gelungen, eine derartige Anlage schließen zu lassen.

Obwohl seit der Reform des NRW-Jagdgesetzes die Baujagd verboten ist, vegetieren bundesweit Füchse in unerträglicher Gefangenschaft, um von Jagdhunden gehetzt zu werden. Das bedeutet Todesangst - und die Fluchtmöglichkeiten sind begrenzt. 

Diese unerträgliche Tierquälerei gehört gesetzlich verboten! 

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Der deutsche Jagdverband hält Schliefenanlagen für vereinbar mit dem Tierschutzgesetz, weil Hund und Fuchs dabei nicht miteinander in Berührung kommen; und die Haltung der Füchse in diesen Anlagen sei artgerecht, weil die Füchse an den Menschen gewöhnt seien. Der Verband distanziert sich von brutalen Praktiken in Osteuropa, die in Deutschland mit klugen Anlagen vermieden würden.

Dem Zuschauer wird in diesem Video der Eindruck vermittelt, der ,,von Hand aufgezogene und an Menschen gewöhnte Fuchs" empfinde die Hatz als eine Art sportliche Übung, ist der hetzende Hund doch ein ,,vollwertiges Mitglied der Familie des Jägers" und benehme sich entsprechend wohlerzogen. Hauptargument der Fuchsjäger: die Arten schützen, denen der Fuchs nachsetzt. Kann der Mensch Ökologie denn wirklich besser als die Natur? Seit Millionen Jahren stellt die Natur optimale Gleichgewichte her, während der Mensch in kurzer Zeit schlimme Schieflagen geschaffen hat.

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Und hier die rechtlichen Bestimmungen: 

Nach dem Gesetz zum Schutz der Natur in Nordrhein-Westfalen (Landesnaturschutzgesetz - LNatSchG NRW) gelten für den Unterhalt von Tiergehegen folgende Bestimmungen:

§ 56 LNatSchG NRW – Tiergehege

(1) Abweichend von § 43 Absatz 3 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes bedürfen die Errichtung, Erweiterung, wesentliche Änderung und der Betrieb eines Tiergeheges der Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde.

(2) Einer Genehmigung nach Absatz 1 bedarf es nicht für

1. Anlagen, die von einer juristischen Person des öffentlichen Rechts betrieben werden,

2. Auswilderungsvolieren für dem Jagdrecht unterliegende Arten, wenn die Volieren nicht länger als einen Monat aufgestellt werden,

3. Anlagen, die eine Grundfläche von 50 Quadratmetern nicht wesentlich überschreiten,

4. Anlagen für höchstens zwei Greifvögel, wenn die Vögel ausschließlich zum Zweck der Beizjagd gehalten werden und der Halter einen Falknerjagdschein besitzt,

5. Anlagen, in denen ausschließlich zum Schalenwild im Sinne des § 2 Absatz 3 des Bundesjagdgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849), das zuletzt durch Artikel 422 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, gehörende Tierarten gehalten werden und

6 Netzgehege, in denen Zucht- oder Speisefische gehalten werden.

N O T F A L L:

2 Mutter- und 6 Jungtiere

Unser Verein wurde von einer Dörentruper Tierfreundin um Hilfe gebeten, da sie zur Zeit...

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Fuchsjagd

Unser Verein hat sich dem bundesweiten Aktionsbündnis gegen die Fuchsjagd angeschlossen.

 
Pflegestellen

Immer wieder werden wir genau wie befreundete Tierschutzvereine und die Tierheime sehr plötzlich vor vollendete Tatsachen gestellt, wenn das ältere Herrchen oder Frauchen dann ins Pflegeheim müssen oder sterben. Nur in den allerseltensten Fällen kümmern sich die Erben auch um die zurückgebliebenen Haustiere.

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