Massentierhaltung

26. Oktober 2018

Politik tritt erneut Ethik mit Füßen

Ferkel Ferkel

Die Leiden der sogenannten "Nutztiere" ( schon allein der Begriff ist absurd) sind kaum mit Worten zu beschreiben.
Deutschland gilt als “Schweineland”, so wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 58 Millionen Schweine geschlachtet.
Obwohl der Tierschutz im Grundgesetz steht ( Staatsziel Tierschutz ) wird dieses nicht auf die “Ware Nutztier” angewandt. Die Ferkel kommen meist in sogenannten Kastenständen zur Welt, das Muttertier ist darin so eingepfercht, dass sie sich nicht drehen und wenden kann. -Nach wenigen Tagen werden die kleinen Ferkel kastriert: Ohne Betäubung!

Um dieser Quälerei zu beenden, erließ die Politik 2013 ein Gesetz, demzufolge ab 2019 die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung verboten ist.
Es gingen 5 Jahre ins Land und der einflussreichen Agrar- und Landwirtschaftslobby fiel in diesem Sommer ein, dass sie ihre “Schularbeiten nicht gemacht hat”. Die Schweinezüchter in Deutschland waren auf die Umsetzung des Gesetzes nicht vorbereitet.

So wurde der Bundesrat angerufen, um auf diesem Wege eine Fristverlängerung des betäubungslosen Kastrieren zu erreichen.
Dank der Kampagnen von Tierschutz-und Umwelt-verbänden stimmte der Bundesrat im September dieses Jahres gegen eine Verlängerung der Ferkelqual.

Damit gab sich besagte Lobby nicht zufrieden... In einer Nacht- und Nebelaktion wurde entsprechend Einfluss genommen und die Verhandler der Groko ließen sich vor den Karren der Lobbyisten spannen.
Der Bundestag soll nun über eine weitere Fristverlängerung abstimmen.
Dieser Vorgang ist einmalig und beweist, dass wir nicht in einer Demokratie sondern in einer Lobbykratie leben. Der Bundesrat als Gremium wird missachtet und die Politiker des Bundestages sollen nun für die Interessen einer mächtigen Lobby stimmen, nämlich für eine weitere Fristverlängerung des betäubungslosen Kastrierens von Ferkeln.

Die Tierschutzverbände werden diese ungeheuerlichen Vorgang transparent machen und von der Politik eine ethisch einwandfreie Entscheidung fordern.

Der Vorstand.



Zwei Varianten von Schweinemast

Beim Foto oben, geschossen von Willi Hennebrüder vom BUND Lemgo bei einem Besuch auf dem Hof des Kreislandwirts Meierjohann ( gemeinsam mit der LZ), kommt keine Freude auf. Wir sehen die unglücklichen jungen Mastschweine in einer konventionellen Mast, - feuchte Spaltböden, bestialischer Ammoniakgestank, abgeschnittene Schwänze. Diese ganze Trostlosigkeit wird in der Fabrikschlachtung beendet, ohne dass diese intelligenten sensiblen Tiere jemals bei Tageslicht Natur erlebt haben. Das untere Foto zeigt, dass es auch ganz anders geht: artgerechte Schweinehaltung auf dem Dottenhof.


Marianne Rautenberg
Friedrichstr. 34
32791 Lage
 
Leserbrief zur Notiz im Wirtschaftsteil in der LZ von Samstag, den 08.11.14
 
In einer kurzen Zeitungsnotiz wird mitgeteilt, dass der Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück den Gauselmann Schlachtbetrieb übernehmen will. Damit könne Tönnies die Lücke zum Marktführer Vion verkleinern, der 2013 rund 900.000 Rinder schlachtete. Tönnies komme dann auf 600.000 geschlachtete Rinder pro Jahr.
 
Falls dieses Zahlenmaterial nicht erschreckt, müssen wir uns folgendes vor Augen halten:
Dem Schlachtkonzern Vion in Bad Brahmstedt wurden massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nachgewiesen,- die Details möchte ich dem Leser ersparen, jedoch kann nicht mehr geleugnet werden, dass ein nicht unerheblich hoher Anteil der sensiblen Tiere unbetäubt in den Schlachtvorgang gelangt ist. ( Flensburger Tagesblatt vom 11.6.2014 )
In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass in Deutschland pro Jahr ca 180.000 trächtige Rinder in den Schlachtprozeß geraten,- das Muttertier blutet nach dem Bolzenschuss aus und das ungeborene Kälbchen erstickt qualvoll.
(top agrar online v. 27.3.14  und weitere ). Die Bundestierärztekammer fordert mittlerweile ein Schlachtverbot für trächtige Rinder.
 
Dies sind nur einige der unmenschlichen Grausamkeiten, die wir unseren Mitgeschöpfen antun und wir dürfen nicht glauben, dass derartige Verstöße gegen christliche Lehre und Ethik ohne negative Auswirkungen für uns Menschen bleiben.
2013 wurden 1619 Tonnen ! Antibiotika in der Tiermast verabreicht, diese unvorstellbare Menge wird nur teilweise vom Organismus der Tiere abgebaut, etwa 60- 80% gelangen über die Gülle in unsere Böden.
 
Der gefürchtete MRSA ist mittlerweile als Antibiotiker- resistenter Keim in aller Munde, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass nicht nur dieser Staphylococcus aureus antibiotikaresistent ist, es gibt darüberhinaus etliche Erreger mehr , die nicht mehr auf herkömmliche  Antibiotika reagieren.
 
Weihnachten steht vor der Tür,- wir alle sollten uns bemühen, dass das Weihnachtsfest wieder für alle Geschöpfe Gottes zu einem Fest der Liebe wird. Wir sollen die Weihnachtsbotschaft zum Anlass nehmen, in Frieden mit Tier und Natur zu leben.- Wenn Sie  nicht auf Ihren Weihnachtsbraten verzichten können, besinnen Sie sich bitte beim Kauf auf Ihre Verantwortung.
 


 

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Eine neue NRW-Studie zeigt einmal mehr, dass Handeln dringend notwendig ist. Was in den Presseberichten manchmal nicht deutlich wird, dass diese Antibiotika im Wasser für Tiere gefunden worden sind, bei denen diese gar nicht verordnet worden sind.
Zur Information wird die Studien auf
http://www.bund-lemgo.de/Massentierhaltung_und_Antibiotika.html
als Download zur Verfügung gestellt.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. Juli 2012 um 10:11 Uhr

 

Hähnchenmast in Lage

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Zum Artikel
Stadt kann Hähnchenmast-Anlage verhindern
Symposium zum umstrittenen Bauvorhaben und rechtlichen Möglichkeiten der Kommune
in der Lippischen Landeszeitung:

Entgegen der herkömmlichen und vielgepflegten Meinung: "Da kann man ja sowieso nichts machen" - haben Horst Garthoff, Petra Stille und Marianne Rautenberg mit Unterstützung des BUND Lemgo bewiesen, dass es anders geht.

Selbstverständlich müssen wir einen Priviligiertenparagraphen 35/36 in Frage stellen, der dazu führt, dass unsere Landschaft mit Massentierhaltungsanlagen zugepflastert wird.

Allein in NRW sind weitere 400 derartiger Anlagen in Planung. Wir werden es nicht dazu kommen lassen, dass diese Planungen umgesetzt werden.

Jeder, der wegschaut oder sich bequem zurücklehnt, ist mitverantwortlich, dass die Auswirkungen der Agrafrabriken nicht nur für milliardenfaches Tierleid verantwortlich sind, sondern auch für schwere gesundheitliche Schäden des Menschen. Dieses wird großzügig von allen Steuerzahlern subventioniert.

Deshalb ist hier ein gemeinsames starkes Engagement von Politik, Bürgerinitiativen und Tierschutz notwendig. Das Baurechtssymposium am 6. März 2012 war ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung.

Siehe auch:

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. März 2012 um 18:53 Uhr

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N O T F A L L:

2 Mutter- und 6 Jungtiere

Unser Verein wurde von einer Dörentruper Tierfreundin um Hilfe gebeten, da sie zur Zeit...

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Fuchsjagd

Unser Verein hat sich dem bundesweiten Aktionsbündnis gegen die Fuchsjagd angeschlossen.

 
Pflegestellen

Immer wieder werden wir genau wie befreundete Tierschutzvereine und die Tierheime sehr plötzlich vor vollendete Tatsachen gestellt, wenn das ältere Herrchen oder Frauchen dann ins Pflegeheim müssen oder sterben. Nur in den allerseltensten Fällen kümmern sich die Erben auch um die zurückgebliebenen Haustiere.

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