Aktuelles


01.01.2019

Offener Brief an den Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier, in Zusammenarbeit mit dem Bündnis "MenschFairTier":

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

Sie sind der höchste Repräsentant unseres Landes, und Sie stellen in dieser Position für uns eine integre Persönlichkeit mit höchstem ethischen und moralischen Anspruch dar.

Aus diesem Grunde treten wir mit folgendem Anliegen an Sie heran: unsere Politik wird zunehmend durch Beratertätigkeiten - sprich Lobbyisten – beeinflusst. Dieser Einfluss wird zunehmend transparenter für die Bevölkerung unseres Landes.

So gelang es der Agrar- und Fleischwirtschaftslobby, die Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland in diesen Tagen derartig ungeniert zu beeinflussen, dass wir als unabhängiges Bündnis da entsprechend drauf reagieren wollen.

Bekanntlich lief eine Frist zur Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration zum 31.12.2018 aus. Ab Januar 2019 sollte dem Staatsziel Tierschutz nun endlich Folge geleistet werden und den Tierkindern die Qual der Kastration ohne Betäubung erspart werden. Die Ferkelzüchter hatten seit 2013 Zeit und Möglichkeit, sich auf diese notwendige Veränderung vorzubereiten.

Nun mussten wir fassungslos mit ansehen, wie nicht nur das Tierschutzgesetz aufs gröbste missachtet wurde. Auch unsere politischen Gremien, die wir als kostbare demokratische Institution ansehen, wurde hier mit Füßen getreten. Nach Bundestagszustimmung und Bundesratsablehnung wurde diese Ablehnung ignoriert, und der Bundestag einfach noch einmal bemüht. Anschließend der Landwirtschaftsausschuss und dann noch einmal der Bundesrat. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, „es wurde einfach solange abgestimmt, bis das Ergebnis den Funktionären Tönnies, Rukwied, Röring und Co. genehm war.“

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wir als Mitglieder des Bündnisses mensch fair tier haben den Kontakt zu einem Großteil der abstimmenden Politiker gesucht. Die Argumentation war bei allen – parteiübergreifend - die gleiche. Nach Austausch und Abgleich aller Politiker-Antworten, konnten wir uns des Eindrucks einer gelungenen Gehirnwäsche nicht entziehen.

In der vergangenen Woche sind auf diese Art und Weise der Beeinflussung drei fatale Entscheidungen zustande gekommen:

  • Das Land NRW verlängert die engagiert erstrittene Verbandsklage nicht.
  • Die EU weigert sich, qualvolle Leben-Tiertransporte in Drittländer zu verbieten.
  • In Deutschland dürfen im 21. Jahrhundert kleine Ferkel weiterhin ohne Betäubung kastriert werden.

Derartige Entscheidungen widersprechen jedem ethischen und moralischen Anspruch. Tiere fühlen. Sie sind empfindungsfähige Mitgeschöpfe und haben ein Recht auf ein Leben ohne Schmerz, Angst und Qual. Die Entwicklung in der agrarindustriellen Landwirtschaft hat den Begriff „Nutztier" hervorgebracht.

In der Milchproduktion muss die Kuh jedes Jahr ein Kälbchen zur Welt bringen, von dem sie am Tag der Geburt getrennt wird. Das Bullenkälbchen ist Ausschussware. Es wird auf Spaltböden gemästet, um dann oft nach langen Transportstrecken - häufig bis in den Orient! - geschlachtet oder geschächtet zu werden (siehe auch „Durstige Kälber“ unter arte.tv oder „Geheimsache Tiertransporte“ unter zdf.de).

Noch immer werden Millarden frisch geschlüpfter Hähnchen geschreddert. Noch immer wird die Zuchtsau in enge Kastenstände eingepfercht, wo sie bewegungsunfähig ihre Ferkel säugen muss. Und noch immer erleiden mehr als 10% aller Schlachttiere den Tod bei vollem Bewusstsein.

Wir mussten in den vergangenen Wochen Bilder mit ansehen, die auch unser Recht auf Unversehrtheit missachten. Aus zwei deutschen Schlachthöfen wurden geheim gefilmte Bilder veröffentlicht, die Quälereien zeigen, die nicht in Worte zu fassen sind, und die wir niemals wieder vergessen werden, die viele von uns in den Nächten nicht schlafen lassen.

Und wir wissen, dass dieses Filmmaterial repräsentativ für alle Schlachthöfe ist. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 745 Millionen Tiere geschlachtet (das sind 23 pro Sekunde!) - im Akkord.

Unser System ist krank, es kann so nicht weitergehen. Und die Politik ist für diese Fehlentwicklung mit verantwortlich. Wir bitten Sie, hier kraft Ihres Amtes Einfluss zu nehmen.

Für ein persönliches Gespräch stehen wir zur Verfügung und würden uns sehr über ein entsprechendes Angebot freuen.

In der Hoffnung, in einer Aussprache Möglichkeiten zu einer Umkehr zu finden, aber auch den erlittenen Vertrauensverlust in die Politik und die Politiker eventuell rehabilitieren zu können, verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Marianne Rautenberg und 53 Mitunterzeichner


20. Oktober 2018

zur Katzen-Kastrationsverordnung:

Augustdorf hat in der vergangenen Woche für die Kastrationsverordnung gestimmt. Stephanie Elsner war vor Ort, sie hat auch am Samstag einen Leserbrief dazu veröffentlicht. Bürgermeister Dr. Wulf hat angekündigt, dass er den Ratsbeschluss wahrscheinlich beanstanden wird - das wäre ohne jeden Sinn und ohne Verstand.

Wir verfolgen die Angelegenheit weiter.


26. Oktober 2018

Politik tritt erneut Ethik mit Füßen

Ferkel

Die Leiden der sogenannten "Nutztiere" ( schon allein der Begriff ist absurd) sind kaum mit Worten zu beschreiben.
Deutschland gilt als “Schweineland”, so wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 58 Millionen Schweine geschlachtet.
Obwohl der Tierschutz im Grundgesetz steht ( Staatsziel Tierschutz ) wird dieses nicht auf die “Ware Nutztier” angewandt. Die Ferkel kommen meist in sogenannten Kastenständen zur Welt, das Muttertier ist darin so eingepfercht, dass sie sich nicht drehen und wenden kann. -Nach wenigen Tagen werden die kleinen Ferkel kastriert: Ohne Betäubung!

Um dieser Quälerei zu beenden, erließ die Politik 2013 ein Gesetz, demzufolge ab 2019 die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung verboten ist.
Es gingen 5 Jahre ins Land und der einflussreichen Agrar- und Landwirtschaftslobby fiel in diesem Sommer ein, dass sie ihre “Schularbeiten nicht gemacht hat”. Die Schweinezüchter in Deutschland waren auf die Umsetzung des Gesetzes nicht vorbereitet.

So wurde der Bundesrat angerufen, um auf diesem Wege eine Fristverlängerung des betäubungslosen Kastrieren zu erreichen.
Dank der Kampagnen von Tierschutz-und Umwelt-verbänden stimmte der Bundesrat im September dieses Jahres gegen eine Verlängerung der Ferkelqual.

Damit gab sich besagte Lobby nicht zufrieden... In einer Nacht- und Nebelaktion wurde entsprechend Einfluss genommen und die Verhandler der Groko ließen sich vor den Karren der Lobbyisten spannen.
Der Bundestag soll nun über eine weitere Fristverlängerung abstimmen.
Dieser Vorgang ist einmalig und beweist, dass wir nicht in einer Demokratie sondern in einer Lobbykratie leben. Der Bundesrat als Gremium wird missachtet und die Politiker des Bundestages sollen nun für die Interessen einer mächtigen Lobby stimmen, nämlich für eine weitere Fristverlängerung des betäubungslosen Kastrierens von Ferkeln.

Die Tierschutzverbände werden diese ungeheuerlichen Vorgang transparent machen und von der Politik eine ethisch einwandfreie Entscheidung fordern.

Der Vorstand.

Ferkel Ferkel
N O T F A L L:

2 Mutter- und 6 Jungtiere

Unser Verein wurde von einer Dörentruper Tierfreundin um Hilfe gebeten, da sie zur Zeit...

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Fuchsjagd

Unser Verein hat sich dem bundesweiten Aktionsbündnis gegen die Fuchsjagd angeschlossen.

 
Pflegestellen

Immer wieder werden wir genau wie befreundete Tierschutzvereine und die Tierheime sehr plötzlich vor vollendete Tatsachen gestellt, wenn das ältere Herrchen oder Frauchen dann ins Pflegeheim müssen oder sterben. Nur in den allerseltensten Fällen kümmern sich die Erben auch um die zurückgebliebenen Haustiere.

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